Scroll to top

Top

Leitfaden zur Behandlung eines Gelenkknorpelschadens

Das Knie zählt zu den komplexesten Gelenken des menschlichen Bewegungspapparates. Es muss starken Belastungen im Alltag standhalten, so dass es mit der Zeit zu einer Abnutzung des Gelenkknorpels kommt. Man spricht in diesem Zusammenhang bei fortgeschrittenem Gelenkknorpelverschleiß von einer Gonarthrose. Dieser Verschleiß ist eine langsam fortschreitende, degenerative Erkrankung des Kniegelenks, welche zu massiven Schmerzen und Bewegungsverlust führt. Eine fortgeschrittene Arthrose muss medizinisch versorgt werden. Doch welche Therapie ist am geeignetsten?

Für die medizinische Behandlung ist eine genauere Einteilung der Gonarthrose wichtig: Bei einem sogenannten unikompartimentellen Gelenkknorpelschaden liegt die Arthrose in einem (das heißt „uni“) Anteil („Kompartiment“) vor: der Knorpelschaden befindet sich entweder zwischen der Patella (Kniescheibe) und dem Femur (Oberschenkelknochen) oder der Tibia (Schienbeinknochen) und dem Femur.

Ein diagnostizierter unikompartimenteller Gelenkknorpelschaden kann je nach Ausmaß und Enstehungsursache unterschiedlich therapiert werden. Der Knieexperte Professor Becher vom Internationalen Zentrum für Orthopädie in der ATOS Klinik Heidelberg hat gemeinsam mit seinem Fachkollegen Prof. Imhoff vom Klinikum rechts der Isar an der TU München einen hilfreichen Leitfaden entwickelt. Dieser basiert auf einem Algorithmus und hilft bei der Entscheidung für die optimale Vorgehensweise in der Behandlung des unikompartimentellen Gelenkknorpelschadens.

Grundvoraussetzung für den Erfolg einer Therapie, so betonen beide orthopädischen Chirurgen, ist die Korrektur einer Achsenabweichung (z.B. O-Bein oder X-Bein). Nicht zu unterschätzen sind außerdem Faktoren, wie die Defektgröße, das Alter des Patienten, das Körpergewicht und die Tatsache, ob dieser Raucher ist, oder nicht.

Der komplette Artikel ist in der Fachzeitschrift Der Orthopäde im Springer Verlag erschienen. Darin wird auch an unterschiedlichen Fallbeispielen gezeigt, welche Indikation zu welcher Therapieoption führt. Schließlich geht es am Ende darum, die Gelenkoberfläche und den darunter liegenden Knochen so weitgehend wie möglich wiederherzustellen, die Gelenkfunktion zu verbessern und eine Arthrose zu verhindern bzw. zu verlangsamen.

Haben Sie noch Fragen zur Therapie und möchten direkt Kontakt zum Facharzt Professor Becher aufnehmen? Dann besuchen Sie diese Seite.

Back to overview